Neuigkeiten aus Svetlanas Tierheim

Wir haben in der Vergangenheit auf Svetlanas Tierheim aufmerksam und mit bekannt gemacht. Mittlerweile sind in den Projekt einige Vereine aus Deutschland und der Schweiz dazu gekommen und helfen. Da wir als kleine private Initiative sie nicht weiter unterstützen können wie es nötig wäre, haben wir auch unser Ziel erreicht, indem wir ihr Tierheim unter vielen Tierfreunden bekannt gemacht haben.

Die aktuellen Infos kann man auf der Homepage des Projektleitenden Vereins das letzte siebte Leben bekommen. Ausserdem kann man sich dort auch für einen Newsletter registrieren lassen und bekommt dann immer alle Neuheiten automatisch zugemailt.

 

svetlanas Tierheim Juni 2013 (5)

 

November 2013

Bei Svetlana war das russische TV . Man kann trotz russischer Sprache einiges sehen, was auf den normalen Fotos die wir bisher so bekamen, nicht so rüber kommt. Unter den Film ist noch mal eine kurze Übersetzung und Zusammenfassung von Daria Chudjakowa:

Liebe Tierfreunde, wir haben eine super Überraschung bekommen aus Sibirien. Das örtliche Fernseher hat das Video über das Tierheim gedreht. Sie kamen aus dem Grund, das eine annonyme Person eine Bronzen-Statue von einem Hund mit Welpen vor der Spendenbox von Svetlana, welche in der Stadt steht, aufgestellt hat. Dort ist auch das Tierheim zu sehen, so wie die Tiere und Svetlana selber. Wir haben das Video leider ohne deutsche Übersetzung bekommen. Daher kruz eine Aufklärung, was dort zu sehen ist und wovon die Svetlana spricht.Die Svetlana spricht ausschliesslich über Kastration, das ihr Ziel ist, zu erst das Tierheim auf die Beine zu stellen und dann eine billigere Kastration den Menschen zu ermöglichen, welche es sich nicht leisten können ihr Tier zu kastrieren. Vor allem den Rentner die eine sehr kleine Rente bekommen. Sie sagt auch, das die Menschen ständig neue Boxen von Welpen vor der Tür stellen, und es soll endlich aufhören und alle sollen Einsicht auf die Kastration nehmen, weil sie sonst das Tierheim nie auf die Beine stellen wird. Dann spricht sie sehr warm über die Deutschen mit einem gutem Herzen, das die Russen von ihnen ein Beispile nehmen sollen. Das jeder Gang im Tierheim nach Spendern benannt wird, die das Tierheim unterstützen. Am Ende sagt sie das sie an manchen Tagen sehr verzweifelt ist und das die Menschen endlich diesem Problem in die Augen sehen sollen und die Tiere nicht einfach so abschieben sollen.

Bitte denkt weiterhin an Svetlana und ihre Tierheim in Sbirien. Ohne dringend benötigte Spenden für Futter werden ihre Tiere erfrieren.

BANKVERBINDUNG FÜR SPENDEN IN DEUTSCHLAND:

NEU Konto-Inhaber: Das letzte siebte Leben.
Konto-Nr: 948512704
Bankleitzahl: 60010070
Postbank Stuttgart
IBAN: DE32 6001 0070 0948 5127 04
BIC: PBNKDEFF

BANKVERBINDUNG FÜR SPENDEN IN DER SCHWEIZ:
Konto-Inhaber: Das letzte siebte Leben, 8051 Zürich
Postkonto: 80-533-6
Migros Bank AG, Postfach, 8010 Zürich
Clearing. 8401
IBAN: CH91 0840 1000 0538 0069 9

 

Oktober 2013


Hier der neueste Bericht aus dem Tierheim von Svetlana in Sibirien. Man merkt das der Winter mit seinen eisigen Frösten kurz bevor steht. Für Russland wurden bereits minus 10 Grad in den nächsten Tagen angesagt.


Damit alle gut durch den Winter kommen und keiner erfrieren muss, werden dringend Spenden für Futter und Kohle zum heizen gebraucht. Die Vorräte die jetzt im Futterlager sind werden auf keinen Fall für den Winter über reichen. Da viele Spender nach Rumänien schauen um die Streuner dort zu unterstützen, was natürlich eine tolle Sache ist, macht sich Svetlana sorgen wie sie über den Winter kommen soll.

Sie braucht dringend !! Unterstützung.
Daher, bitte vergesst die arme Svetalana nicht !!

Schon jetzt berichtet Svetlana von ganz schlimmen Dingen, dabei ist der wirklich harte Winter noch nicht mal eingebrochen.

Hier ein paar Auszüge von SMSen, die Svetlana geschickt hat:

„ Egal, wie viel ich baue und baue, die Stimmung der Tiere wegen des Platzmangels im Tierheim wird nicht besser. Vor allem die kleineren, sanfteren Wesen, wie auch abgegebene Rassentiere leiden stark darunter. Vor kurzem wurde der kleine Pekinese Dima, der ja im Sommer aus einem Auto vor dem Tierheim rausgeschmissen wurde, von den grossen erdrückt. Die rothaarige Hündin, die letztes Jahr nach Deutschland ausfliegen sollte und es dann doch nicht konnte, weil sie eine Woche vor dem Flug Babys gekriegt hatte, auch sie wurde von den grossen zu Tode gebissen, so wie ihr Sohn auch.“

„Vor kurzem attackierte der Pinscher im Katzenhaus einen schwarzen Kater – der Kater ist gestorben. Doch wohin mit dem Pinscher? Wir haben keine freien Zwinger“

„Noch zu Lebzeiten und ich bin bereits 67, möchte ich dieses Tierheim auf die Beine stellen. Denn unter solchen Bedingungen, in welchen ich und auch die Tiere zur Zeit leben, wird hier keiner einziehen. Mir selber macht das nichts aus, mein ganzes Leben war so. Aber hier zu arbeiten, dieses Elend zu sehen und dann nicht mal in einem geeigneten Raum leben zu können, das wird hier ohne mich keiner machen. Ich würde so gerne alles für meine Arbeiterin Tanja bereit machen, damit sie eines Tages das Heim führen könnte, wenn es mir nicht mehr möglich ist. Wir hatten schlechte und gute Zeiten mit ihr. Doch ich weiss, dass sie die Tier von ganzem Herzen liebt.“

Wie die meisten von Euch schon mitbekommen haben, wurden in letzter Zeit über Nacht Hunde aus dem Tierheim gestohlen. Zuerst wollte ich es gar nicht glauben, doch dann schrieb Svetlana, dass ein Hund, der eigentlich für die Ausreise in ein besseres Leben bereit war, aus seinem Gehege verschwunden ist. Auch andere Hunde konnte sie in deren Zwingern nicht mehr auffinden. Sie hat nun die Spenden für eine Beleuchtung des Tierheimgeländes eingesetzt, welche über Nacht das ganze Gelände beleuchten soll. (An dieser Stelle vielen Dank an TSV Bluemoon und Pfötchenfreunde e.V., dass sie das Geld dazu geschickt haben. Dank der Fam. Marti vom Hotel Ritzlerhof in Österreich und anderen lieben Spendern, konnten auch die Stromanschlüsse und weitere Lampen finanziert werdem) So können sie wenigstens sehen, was gerade passiert. Sie sagte auch, seit dem die „Flutlichter“ aufgestellt wurden, das schlimme Gebell der Hunde in der Nacht aufgehört hat.

Jurij Kistanov (ein reicher, wichtiger Mann in Russland) hat sein Versprechen eingehalten und spendete eine Lieferung Holz für das Katzenhaus. Es kann aber nur langsam gebaut werden, weil jetzt ganz dringend die Beleuchtung aufgestellt werden muss, damit die Hunde in der Nacht etwas sicherer sind und von den Dieben nicht an die Hundefleischhändler verkauft werden.

Ansonsten sieht es momentan etwas düster aus, was die Versorgung des Tierheims angeht!

Momentan werden dringend folgende Sachen gebraucht:

Futter pro Monat = 3500 Euro

An dieser Stelle möchten wir erwähnen, dass wir ganz dringend Futterpaten brauchen, die regelmässig eine gewisse Summe spenden würden, damit wenigstens die Futterkosten gesichert wären!!! Die Tiere danken Ihnen von Herzen dafür ♥

Heizkohle für 1 Woche! = 145 Euro

(Svetlana benötigt für die 10 Öfen pro Monat 12 Tonnen Kohle, damit sie sie durchheizen kann! Wahrscheinlich hat sie jetzt noch mehr Öfen..! Die 145 Euro sind für 10 Öfen berechnet)

1 Arbeiter pro Woche = 167 Euro

(Ein Arbeiter verlangt von ihr am Tag 1000 Rubel. Das sind umgerechnet 24 Euro)

Eine Sache ist jedoch sehr erfreulich! Seit Neustem ist der Projektführende Verein " das letzte siebte Leben" auch in Deutschland ein offizieller, eingetragener Verein und können für Spenden Quittungen ausstellen. Damit sie das tun können, bitte wir sie alle Spenden aus Deutschland auf das neue Vereinskonto einzahlen. Bitte auch deswegen vorhandene Daueraufträge zu ändern:

NEU

Konto-Inhaber: Das letzte siebte Leben.

Konto-Nr: 948512704

Bankleitzahl: 60010070

Postbank Stuttgart

IBAN: DE32 6001 0070 0948 5127 04

BIC: PBNKDEFF

Bitte gebt auch Eure Postadressen an! Leider können sie sich bei ganz viele Spendern nicht dedanken, da diese auf den Bankbelegen nicht ersichtlich sind.

PS Es sind auch noch ein paar Fotos vom Sommer zum Vorschein gekommen, die wir auch hier anhängen werden…

 

 

Svetlana Bericht aus oktober 2013 (10)Die Notwendigen Lichtmasten wurden aufgestellt, damit Nachts keine Tiere mehr geklaut werden. Svetlana Bericht aus oktober 2013 (12)Zwischendurch kauft Svetlana etwas Fleisch und kocht daraus Brei Svetlana Bericht aus oktober 2013 (13)werIch möchte nicht kastriert werden smileySvetlana Bericht aus oktober 2013 (28)Dieser Vorrat ist schnell wieder aufgebraucht und neues Futter muss dringend gekauft werdenSvetlana Bericht aus oktober 2013 (46) Svetlana Bericht aus oktober 2013 (47)Es regnet viel und es wird kälterSvetlana Bilder 10 2013 2.Teil 3 die letzten warmen Sonnenstrahlen für die Welpen..danach können sie für eine lange Zeit nicht mehr nach draussen. Das kalte Wetter würde sie umbringen.Svetlana Bilder 10 2013 2.Teil 4Dieser Hund wurde so auf der Strasse gefunden!!! Man kann auf dem Bild nicht mal erkennen, wo vorn und wo hinten ist Svetlana Bericht aus oktober 2013 (20)Selbst PHYSO zieht ein kuscheliges Plätzchen vorSvetlana Bericht aus oktober 2013 (21)Svetlana Bericht aus oktober 2013 (22)Seid stark, ihr kleinen Kämpfer…Svetlana Bericht aus oktober 2013 (23)seid sauch für die Katzen ist die schönste Zeit im Heim vorüber. Sie können das schöne Aussengehege nur ein paar wenige Monate geniessenSvetlana Bericht aus oktober 2013 (25)Svetlana Bericht aus oktober 2013 (24)Viele Welpen schaffen es nicht unter diesen Bedingungen zu überleben… R.I.P. ihr Süssen Im Regenbogenland wird es euch besser gehen...Svetlana Bericht aus oktober 2013 (4) Svetlana Bericht aus oktober 2013 (5)Svetlana Bericht aus oktober 2013 (19)

Mehr Infos gibt es auf unserer öffentlichen

facebook Seite

oder auf der Homepage vom Projektleitenden Vereins das letzte siebte Leben

pfote schwarz

Liebe Tierfreunde,
kauft ihr ab und zu im Internet ein und möchtet dabei auch noch den Vierbeinern von Svetlanas Tierheim helfen? Dann seit ihr bei buy'n'help richtig. Dort dort erhaltet ihr beim einkauf im web eine kleine Provision, die ihr spenden könnt.
Anmelden und spenden ist kostenlos ! Schaut mal rein. Wenn ihr auf den folgenden Link klickt, landen die Spenden nach der Registrierung bei Svetlanas Fellnasen. Danke ♥

hier für Deuschland: http://www.buynhelp.de/Unterstuetzen/86

hier der Link für die Schweiz: http://www.buynhelp.ch/Unterstuetzen/85

 

 

August 2013

 
Auch dieses Jahr flog Daria Chudjakowa mit einen Team zu Svetlana.
Sie brachte viel Bilder und einige Neuigkeiten mit. So ist das Katzenhaus im Bau und wird noch grösser schöner als gedacht.
Eine schöne Idee hat Daria umgesetzt und einige Plätze, Häuser, Zwinger und Wege haben Namen von Spendern bekommen. Svetlana präsentiert sie stolz.
Die Kommentare der Bilder haben wir Grossteils von Daria übernommen.
Für alle die Svetlana unterstützen möchten, schaut bitte auf die
Hompage vom "letzten siebten Leben:

 

 

 

 

 

 

http://www.dasletztesiebteleben.com/

 
Hier die Bilder die sie uns mitbrachten:

no images were found

 

 

 

 

 

 

Hier noch Darias Bericht mit sehr Eindrucksvollen Geschichten, woran wir wieder erkennen das dort noch viel zu tun ist und jeder Euro gebraucht wird:

Daria Chudjakowa:
Unsere Reise nach Sibirien

Wie es Martina schon erwähnt hat, man kommt von Sibirien nach Hause, heult sich erstmal an der Schulter des Mannes aus, ist überwältigt von den Gefühlen und Emotionen und erzählt, wie schrecklich die Lage vor Ort ist. Spätestens im Winter möchte man wieder hin um zu helfen. Weg aus unserem perfekten Fotoshop-Leben, um sich in dem Chaos der Hoffnungslosigkeit zu vertiefen und um zu verstehen, wie am Ende der Welt Mensch und Tier täglich nur mit einem beschäftigt sind, dem Überleben!

Nebst dem Stamm-Team von Martina, Nika und mir, waren dieses Jahr auch Ruth (die Tierärztin aus der Schweiz) und 2 weitere Helfer mit von der Partie.

Angekommen am Flughafen, wurden wir nicht von dem üblichen Rudel empfangen. Dieses Jahr ist es eine Geisterstadt. Erst mehrere Tage später habe ich vernommen wo alle Hunde hin sind, als eine in Tränen überströmte Frau einen Hund ins Tierheim brachte. Ihre Nachbarn hatten den Entsorgungsdienst gerufen! Die Mutter der Welpen konnten sie nicht mehr retten. Die Hündin verendete qualvoll an dem Gift, mit dem sie abgeschossen wurde. Die Welpen wurden bei der Frau im Haus versteckt und werden später ins Tierheim gebracht. Nur den zahmen Rüden konnte sie kurz vor dem Abschiessen noch einfangen und ins Tierheim bringen.

Die Frau kam in dem Moment, wo unsere Schweizer Tierärztin gerade am Kastrieren war. Sie schaute uns an und sagte: Ihr seid doch die Deutschen, von denen die ganze Stadt spricht. Wenn es euch nicht gäbe, wären alle Tiere hier verloren.

Der Rüde wurde dann kastriert und in einen Zwinger zu anderen Hunden reingesetzt. All die Tage, die ich an dem Zwinger vorbei gegangen bin, musste ich leise weinen. Die anderen Hunde haben uns immer angebellt.. Nur der Rüde sitzt einfach da, schaut verwirrt auf uns und versteht die Welt nicht mehr, wie er hier gelandet ist. Wie kann ich ihm erklären, warum wir ihm die Freiheit genommen haben und die Umgebung, an die er doch gewohnt war? Wie kann ich ihm erklären, dass er, wenn nicht diese Frau gewesen wäre, nicht mehr am Leben sein würde? Traurig gehe ich zu der jungen Arbeiterin von Svetlana um sie zu fragen, wie lange die abgegebenen Tiere brauchen, um sich dem neuen Leben anzupassen. Ihre Gefühle sind ausgeschaltet – zu viel hat sie gesehen, zu viel hat sie erlebt. Zu mir sagt sie nur: Gib ihm ein Monat und er bellt dich wie alle anderen an. Ich versuche mich zu beruhigen am Ende ist es trotzdem ein Leben und besser als der Tod.

Doch es gibt auch andere Fälle, die ehemalige Wohnungstiere. Diese haben es besonders schwer. Sie sind es nicht gewohnt, sich gegenüber den starken Hunden zu verteidigen und sich dem harten Leben anzupassen. Sie sind in einem Tierheim, in dem sie nie mehr so viel Zuwendung bekommen werden wie früher. Svetlana rennt wie eine verrückte durch den Tag und versucht das Tierheim aufzubauen. Sie holt auch ausgesetzte, angebundene Tiere aus der Stadt und da bleibt fast keine Zeit, um allen Aufmerksamkeit zu schenken. Viele von den ehemaligen Wohnungstieren gehen so schnell wie eine abgeschnittene Blume ein.

Da gab es diesen Kater, der hat mir in die Augen geschaut und mich angefleht. Er wurde von einem Paar gebracht, die seine Haare nicht mehr in der Wohnung haben wollten. Ich wollte ihn mitnehmen, damit er wenigstens hier wieder zu Kräften kommen kann. Er war ganz geschwächt, doch als ich ihn in dem Katzenzwinger auf meinen Bauch legte, schaute er zu mir hoch und in seinen Augen konnte ich herauslesen, dass er diese Menschenzuwendung schon mal gekannt hatte. Ich bemerkte aber, dass sich irgendwas an seinem Bauch bewegte und habe dann unsere Schweizer Tierärztin geholt. Wir legten ihn in Narkose und was wir dann gesehen haben, war unerträglich! Sein ganzer Bauch war voll von Maden und Würmern. Der arme Kerl wurde bei lebendigem Leib aufgefressen! Beim Einschläfern konnte ich nicht mehr dabei sein, ich konnte es kaum verkraften.. Ich hatte ihm doch kurz davor ein schönes Leben versprochen.

Wir kamen auch an einem Zwinger vorbei, wo wir einen Rüden sahen, bei dem die Hinterhand gelähmt war. Wir haben Svetlana gerufen und sie sagte uns, dass das erst vor ein paar Tagen passiert sei. Sie hoffe so sehr, dass er sich wieder erholt.. Sie habe schon so oft solche Wunder erleben dürfen, bei Tieren, die die Tierärzte aufgegeben haben und sie wurden wieder gesund. In diesem Fall war aber das Fachwissen von unserer Tierärztin zu gross und auch Nika (ausgebildete Hunde-Physiotherapeutin und Tierarzt-Assistentin) sah ganz schwarz für den süssen Rüden.. Schweren Herzens haben wir ihn dann ganz sanft über die Regenbogenbrücke begleitet.
Die allgemeinen Gründe, weshalb die Menschen ihre Tiere ins Tierheim bringen.

Manche begründen es nicht mal. Schmeissen z.B. einfach einen Pekinesen aus dem fahrenden Auto vor dem Tierheim und rufen schnell: sein Name ist Dima! und sind in wenigen Sekunden wieder verschwunden. Oder sie bringen einen älteren, sein ganzes Leben angeketteten Hund ins Tierheim und sagen: Eigentlich wollte ich ihn einschläfern, weil er das Haus nicht mehr beschützen kann, doch dann habe ich von ihrem Tierheim gehört. Aber nicht genug! Eine Woche später kommt der gleiche Mann wieder und sagt: Eigentlich habe ich es mir anders überlegt, ich bringe ihn auf ein zweites Grundstück von mir, dann kann er dort an der Kette sein. Svetlana sagt da immer: Gehen sie weg, sonst werde ich meine Hunde auf sie hetzen! Oder man ruft Svetlana an und sagt, und das ist jetzt kein Witz: Wir haben hier einen Kettenhund bei uns, der die Menschen zur falschen Zeit anbellt. Wir würden gerne diesen einschläfern lassen und möchten schon im Voraus wissen, ob sie einen passenden Hund für uns hätten, den man dressieren könnte, zu einem bestimmten Zeitpunkt das Hausrevier zu verteidigen.

Aber na ja, nicht alles auf dieser Welt ist hoffnungslos. Das Tierheim ist nicht mehr mit dem zu vergleichen, das wir letztes und vorletztes Jahr gesehen haben. Überall sind neue Zwinger dazu gebaut worden. Es gibt das Rudel von Svetlana, das Rudel von der jüngeren Arbeiterin Tatjana und das Rudel von Galina, die schon lange bei Svetlana lebt. Svetlana hat ihr zu einem zweiten Leben verholfen, da sie früher Alkohol abhängig war. Zwischendurch gibt es natürlich auch andere kleine Rudel und Tiere, die in getrennten Zwinger leben, weil sie von den anderen gemobbt werden oder selber zu dominant sind.

Noch im Winter habe ich mich gewundert… Wir haben dank euren Spenden schon so viel erbauen können, doch Svetlana schreibt immer und immer wieder, das sie mehr Räume braucht. Jetzt erst vor Ort, kann ich nachvollziehen warum. Es gibt so viele unverträgliche Hunde, die für sich separate Zwinger brauchen und der kleinste Raum im Tierheim ist besetzt. Eine Kampfhündin, die vor kurzem dazu kam, musste in dem Raum untergebracht werden, wo im Winter die Kohle gelagert wird. Erst jetzt kommen die Arbeiter dazu, dort ein Fenster einzubauen.

Grosse Fortschritte gibt es auch bei der Kastration! Bis auf ein paar erwachsene Hunde, die man fast nicht einfangen kann weil sie so wild sind und die heranwachsenden Welpen, sind alle Tiere kastriert. Leider gab es aber auch hier 5 Unglücksfälle, bei welchen 5 Hündinnen ums Leben gekommen sind, weil sich bei ihnen die Bauchdecke wieder geöffnet hat. Die Sache ist sehr mysteriös. Die gleiche Ärztin hat zuvor alle anderen Tiere auch kastriert und es gab nie Probleme! Erst in diesem Frühling fingen diese Todesfälle an. Unsere goldwerte Schweizer Tierärztin Ruth Ferraro passte sich wie ein Chamäleon an die schrecklichen Op-Bedingungen im Kastartionsraum an. Sie kastrierte aber trotzdem sehr erfolgreich 25 Tiere, welche sich nach der Kastration sehr schnell erholten und zeigte der russischen Tierärztin auch noch mal, wie man eine doppelte Naht macht, damit die Nähte besser halten.

Auch gab es ein Vorfall, welcher Ruth und Martina besonders schockierte. Sie waren gerade dabei, eine Hündin zu kastrieren, als sie sahen, wie die russische Tierärztin einem Hund der in Narkose war einen Schlag verpasste, da es so aussah, als ob er zu früh aufwachen würde! Als wir später die Tierärztin darauf angesprochen haben, sagte sie, dass das überall in Russland so gemacht werde! Noch immer schockiert, erklärte ihr unsere Tierärztin, welche Narkosemittel besser sind und wie sie dosieren muss. Leider ist es so, dass sie in Russland nicht geeignete Narkosemittel für die Tiere haben und sie das Gewicht der Hunde auch nur schätzen.

In den Zeiten wo wir keinen Ausweg bei diesem ganzem Elend gefunden haben und auch Ruth an ihre Grenzen gestossen ist, legte sie sich einfach ins Gras und tankte aus der Erde neue Energie. Dann stand sie auf und machte weiter! Eine wirklich tolle Frau, ich hoffe sie ist auch nächstes Jahr dabei.

Dann gab es aber auch den Tag, wo wir zusammen mit der russischen Tierarzt-Chefin Ludmilla mal unsere Seele baumeln lassen und neue Energie tanken konnten. Wir sind zusammen mit Svetlana an einen wunderschönen See gefahren. Dort konnten wir auch mit Ludmilla in aller Ruhe über Vieles sprechen, was im Tierheim einfach nicht gut möglich ist..

Kurz vor Ende unserer Reise, haben sich Martina und ich entschlossen, zusammen mit Svetlana nach Abasa zu Jurij Kitanov und seiner tierlieben Frau zu fahren. Das war ein grosses Anliegen von Svetlana, weil er für das Tierheim und die Tiere sehr wichtig ist. Wir wurden herzlich empfangen und durften auch bei ihnen übernachten. Jurij ist gerade im Wahlkampf (er will Bürgermeister werden) und hat zusammen mit uns ein Video gedreht, welches er dann für den Wahlkampf verwendet. Er zeigt darin auch die Problematik der Strassentiere auf und wie man Mensch und Tier helfen kann. Schafft er es, dass er gewählt wird, hat er uns versprochen, mit Hilfe von uns in Abasa ein Kastrationsprogramm durchzuführen!!! Bitte drückt ihm alle die Daumen! Wenn er das wirklich durchziehen kann, haben wir gemeinsam Pionierarbeit geleistet und hoffen, dass andere Städte dann nachziehen!

Auch hat er viel Holz gespendet, damit das neue Katzenhaus grösser als geplant fertig gebaut werden kann. Was wir in diesen zwei Tagen bewirken konnten, war grandios.
Osteuropa ist in Sachen Tierschutz eine einzige Katastrophe! Die Leute selber haben nichts und die Tiere haben in ihren Augen gar keinen Stellenwert. Für Tierschützer aus dem Westen, ist Vieles fast nicht zu ertragen und sie kommen mit den Begebenheiten vor Ort kaum klar. Es wimmelt von Fliegen, die überall versuchen ihre Eier abzulegen. Menschen kommen vorbei, die ihre Tiere regelrecht wegwerfen. Süsse Welpen sterben, weil vielleicht wieder eine Seuche ausgebrochen ist. Wir helfen wo wir können und versuchen in den 2 Wochen in denen wir dort sind aufzuklären so gut es geht und hoffen, dass Svetlana, ihre Helfer aber auch die Tierärzte möglichst viel davon umsetzen können. Nach unserer Abreise sind sie wieder 11.5 Monate auf sich alleine gestellt. Wie gerne würden wir länger bleiben oder öfter hinfliegen. Leider sind wir alle berufstätig… Wir könnten so viel mehr tun, wären die Distanz und v.a. die Verständigungsprobleme nicht!

Zurück in der Schweiz angekommen, in dieser Realität, welche mir persönlich wie eine Fotokollage vorkommt, kann ich nur schwer meinem Freund erklären, was in mir vorgeht. Er erzählt mir, was er alles im Urlaub erlebte und wie er das coole Auto von seinem Freund ausgeliehen hat. Ich nicke schweigend und ich sehe vor mir die Bilder einer Katze, die in meinen Armen gestorben ist .

Wie kann ich ihm erklären, dass am anderen Ende der Welt Mensch und Tier alleine auf sich gestellt sind und nur eines tun – VERSUCHEN ZU ÜBERLEBEN? Wie kann ich ihm erklären, das die Natur immer noch ihren Lauf nimmt, in einem Tierheim, in welchem jeden 3. Tag Welpen abgegeben werden, weil die Menschen die Kastration nicht kennen oder sich diese nicht leisten können und am Ende nur die Stärksten überleben? Ich kann es nicht, doch was ich machen kann ist, ihn das nächste Jahr mitnehmen, um sein Denken global umzustellen. Es ist ein grosses Risiko, das sein Leben nicht mehr so sein wird wie früher, doch er wird verstehen, was auf dieser Erde noch zu tun ist, ich wünschte alle von uns würden es

 

Juli 2013

Daria Chudjakowa fliegt Ende Juli wiede zu Svetlana und ihre Vierbeiner. Mit dabei sind einige Tierfreunde und auch eine Tierärztin. Wir sind schon gespannt auf ihre Berichte und Bilder. Vorher bekamen wir noch einige Bilder und neueste Infos, auch zu den neuen Bauvorhaben die umgesetzt werden. Hierzu Darias Bericht:

Liebe Tierfreunde,
da sich so viele von euch für das Tierheim von Svetlana einsetzen, sehen wir es als Pflicht euch einen Zwischenbericht von Svetlanas Tierheim zu geben. Denn wir haben Dank euch in den letzten Monaten schon viel geschafft und haben noch viel vor.
Nun jetzt ist endlich die Zeit da, wo sich die fröhlichen Nasen in die Sonne wagen, ohne Angst zu haben sich etwas ab zufrieren. Die Erde wird in Sibirien für drei ganze Monate gütig sein und uns viel Wärme und Natur schenken, bevor es wieder kälter wird.
Und auf diese Sachen die Svetlana fast alleine hat geschafft im Tierheim aufzubauen und zu organisieren sind wir besonders stolz:
-Endlich, und das nach 25 Jahren, welche die Svetlana ein Tierheim hält, können wir berichten, das die meiste Anzahl an erwachsenen Hunden, kastriert ist!!! Bis auf 15 Erwachsene Hunde und die heranwachsende Welpen, sind alle Hunde kastriert!!!! Als erstes haben wir natürlich euren Spenden zu verdanken, allen die eine Kastration finanziert haben. Ein Riesen dank geht von uns auch an die „Tierfreunde Niederbayern“, die uns eine stolze Summe für die Kastrationen gespendet haben, ohne welche wir es viel schwieriger hätten, dieses Problem zu lösen. Ein Dank hat aber auch die Elena, die Tierärztin verdient, die eins bis zwei Mal pro Woche ins Tierheim gefahren ist, teilweise ganz wilde Hunde mit blösen Händen gefangen hat und die kastrierte. Wir die letzten Sommer vor Ort waren, wissen es zu gut, wie schwer es ist einen wilden Hund zu fangen. Für mich selber war es einfach unmöglich.
-Die nächste große Aufgabe die die Svetlana erledigt hat. Sie baute 25 neue Hundehütten, jede bestehend aus 6 Abteilungen. Die sie dann als eigene Grundstücke umzäunt hat. Diese Bauarbeiten waren zwar nicht geplant, sind aber nötig gewesen. Da sich starke Revierkämpfe entwickelten. Jetzt ist endlich Ruhe eingekehrt, alle Hunde haben ihren Land verteilt bekommen und können sich entspannen.
-Alle 40 Katzen würden geimpft, was hoffentlich die Ansteckunggefahr sinken wird.

-Es wurde ein extra grosser Raum für die Hunde gebaut.

– Eine grosse Aufbewahrungskammera unter der Erde für Gemüsse würde gebaut für weitere Sachen die kühl gelagert werden müssen und für welche nicht ausreichend Platz ist in den Kühlschränken.
-Und das Bau für den neuen grösseren Katzenhaus hat begonnen, wo alle Katzen mehr Raum für sich haben werden und nicht eingeengt in einer Gruppe leben müssen, wo sie sich immer mit Krankheiten angesteckt haben. Geplant ist auch eine Quarantäne Station so wie Kindergarten.

Das sind Sachen die momentan dringend gebraucht werden:
-Wir brauchen dringend eine Wasserverlängerung zum neuen Katzenhaus. Die Arbeiter schleppen bis jetzt grosse, schwere Wassereimer von einziger Wasserpumpe im Tierheim. Da das Tierheim größer wird, wird es immer schwieriger die Eimer in weit entfernte Ecken des Tierheims zu bringen. Es muss eine extra Wasserleitung her. Aber nicht nur das, es muss bis zum Grundwasser erstmal gebohrt werden. Dafür braucht man spezielles Auto mit Bohrausrüstung. Kostenpunkt 2000 Euro.
– Die übrigen Kastrationen müssen durchgeführt werden. Kostenpunkt pro Hündin: 50 Euro. Pro Hund 30 Euro.
– Eine neue Futterbestellung für den nächsten Monat muss her. Kostenpunkt 3000 Euro.
Wir danken an alle Spender und Organisationen, wie zum Beispiel die“ Bluemooners“ die uns bis jetzt nicht im Stich gelassen haben und uns vertrauen. Ohne diese Helfer hätten wir nur halb so viel geschafft wie bis her.

Am 1 August geht unsere Reise nach Sibirien. Diesmal sind 5 Tierschützer dabei, so wie eine sehr wertvolle Tierärztin, die weitere Kastrationen vor Ort durchführen wird.
Von dort aus werden wir wieder berichten.

Wir Danken euch, allen guten Menschen, die es auf dieser Erde gibt.

Liebe Grüsse, Daria.

Diese Bilder schickte sie uns mit:

no images were found

Juni 2013

Auch im Juni gab es einige Bilder aus Sibirien die wir ihnen hier zeigen wollen:

no images were found